internet subjektiv

Eine subjektive Betrachtung eines Orts, an dem alltägliche, wissenschaftliche und wirtschaftliche Prozesse stattfinden. Eingebettet an einem realen Ort, stellen Rechenzentren eine Parallelwelt mit menschenleeren, unwirklichen und virtuellen Räumen dar.

Obwohl die Arbeit in verschiedenen Rechenzentren entstanden ist, ergab sich über die immer gleich bleibende stereotype Umgebung eine ganz persönliche Wahrnehmung einer Entfesselung der Zeit und der räumlichen Außenwelt. Nach Betreten des künstlich geschaffenen Raums der Installation ist ein Nach-Außen-Schauen auch nicht mehr möglich.

Die homogene Stereotypie, die in Rechenzentren zu finden ist, wird in der Arbeit durch Ausblendung der realen Verhältnisse mit schwarzer Umgebung erzielt. In der Realität dominieren normalerweise Weiß, Grau und Neonröhren den Raum. Die eigentlich grelle Neon-Atmosphäre wird in der Installation als „Negativabbild“ der Realität ins Schwarze verkehrt.

Ziel der Arbeit ist es, die Wahrnehmung dieser unzugänglichen „Nicht-Orte“ und deren Hauptbestandteile in einer subjektiven Darstellung zu fokussieren, sowohl visuell als auch auditiv zu reflektieren und in einem neuen Raum nach außen zu transportieren.

Die Arbeit wurde in mehreren Rechenzentren fotografiert - darunter verschiedenste Unternehmen im Bereich Telekommunikation, Wirtschaft und Wissenschaft. Es werden bewusst keine Rückschlüsse auf die Standorte oder die Aufgaben der jeweiligen Hardware gegeben. Die Idee dahinter ist die Homogenität und generelle Stereotypie der unterschiedlichen Rechenzentren im harten Kontrast der vielfältigen Einsatzgebiete aufzugreifen. 

12 Motive im Format 170cm x 100cm mit jeweils dazugehöriger Audioaufnahme.